04.06.2010

Köhler geht!

Null Bock?

Sieglinde Kersting, ÖDP-Landesgeschäftsführerin

"Ich habe...

...keinen Bock mehr
...die Nase voll
...es reicht
...ich bin fertig",
leicht und locker sagt man diese Worte so daher. Und wíe ist es wirklich?

Unser Bundespräsident ist sauer, aufgebraucht und fertig. Er hat Deutschland die Kündigung hingeschmissen.
So wie es ihm erging, geht es vielen Menschen bei  Ihrer täglichen Arbeit in unserem Land. Sie würden auch gerne ihre Arbeit einfach hinschmeißen.
Man könnte von Depressionen sprechen, aber doch nicht bei einem Bundespräsidenten.
Oder einfach von Überbelastung durch die tägliche Arbeit, durch unser Umfeld, unsere Gesellschaft, aber nicht bei unserem Bundespräsidenten. Man könnte von Mobbing sprechen, aber auch das nicht bei unserem Bundespräsidenten.
Und doch hat er sein Amt „Hals über Kopf“ niedergelegt.
Wer das politische Geschäft kennt, weiß wie sehr man jeglicher Kritik ausgesetzt ist und wie schnell man daran zugrunde gehen kann.
Die Kritik muss ein Bundespräsident aushalten, so die Töne aus der Presse. Ich finde, wenn es an die persönliche Substanz, an die Gesundheit geht, auch an die Psyche, sollte man Abhilfe schaffen, in letzter Not auch gehen dürfen. Ein bekanntes Beispiel dieser Problematik ist auch der Tod des Torhüters Robert Enke.
Vor ein paar Tagen rief mich eine Dame an und sagte, warum beschäftigen sie sich bei der ÖDP nicht einmal mit psychischen Belastungen der Arbeitnehmer oder der Arbeitslosen, eben der Menschen in unserer Ellenbogengesellschaft, die diesen Druck nicht aushalten.
Nun, die Dame hat Recht, und ich mahne hier in ihrem Namen – und für viele die ähnlicher Auffassung sind – unsere Gesellschaft zu mehr Mitmenschlichkeit, Barmherzigkeit, Respekt und Solidarität für den Nächsten an, auch im beruflichen und wie hier im politischen Umfeld.
Denn gerade da wird nicht zimperlich und oft respektlos mit Kollegen umgegangen. Verantwortungsbewusste Politik braucht ethische Wertmaßstäbe und die Ehrfurcht vor dem Leben, so ein Grundsatz der ÖDP!
Ich bin fertig … ist jetzt bis zum höchsten Amt in Deutschland vorgedrungen. Das macht mich sehr betroffen.

Kategorie: Demokratie

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Kommentare (3)Kommentieren

Vorhandene Kommentare

Seite 1

Marco Schöler schrieb am 27.11.2010 01:23 answer

Wo bleiben den nun die Klartext - Texte, ex - das Wort zum Freitag. Man "arbeitet doch nun schon zweieinhalb Monate daran". Vielleicht findet die ÖDP einen Freund wie Robinson

Crusoe. Der kann ja dann das Schreiben übernehmen, wenn

die ÖDP so überlastet ist. Beim Wandern bedeutet ein Ste-

henbleiben Stillstand. In der Politik bedeutet es Rückschritt.

Warum hat man überhaupt die Rubrik Klartext eingerichtet ?

Vor der Wahl powern und dann dick nachlassen. Wie die an-

deren Parteien auch.

Simon Gremmler schrieb am 05.09.2010 03:58 answer homepage

Danke, dass sie gemerkt haben, dass wir auch weiterhin an der Homepage arbeiten, wie an neuen Terminen,neuen Inhalten zum kommenden Landesparteitag oder dem neuen Block "ÖDP-Lokalnachrichten" auszumachen ist.

Es tut uns sehr leid, dass sie als offensichlicher Fan der alten "Wort zum Freitag" Kolumne nun enttäuscht sind. Ihnen sei aber hier versichert, dass mit dem nun eindeutigerem Titel (der alte Titel war nicht für jeden Nutzer als Kolumne erkennbar) auch weiterhin Kommentare der ÖDP zum politischen Geschehen präsentiert werden. Und das ganze sogar noch aktueller als bisher, da nun keine Tagesbindung mehr besteht.

Schoeler Marco schrieb am 04.09.2010 00:31 answer

Schnelle Umbenennung in "Klartext" !

Weil man keine Lust oder keine Zeit hat jede Woche

ein Wort zum Freitag zu schreiben, nennt man die Rubrik

schnell in "Klartext" um. Ein einfaches "aus der Affäre ziehen".

Die ÖDP muß noch viel an sich arbeiten, wenn sie wirklich

"up to date" sein will.So geht es jedenfalls nicht. Dieses

ist alles andere als glaubwürdig.

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