Länger gemeinsam lernen
Für eine 6-jährige Grundschule
Die Anfangsjahre der Schulzeit sind für Kinder sehr bedeutend, die persönliche Leistungsentwicklung verläuft jedoch unterschiedlich schnell. Die gemeinsame Grundschule muss daher auf 6 Jahre verlängert werden. Der weitere persönliche Bildungsverlauf ist nach 6 Jahren besser abzusehen und schränkt die Persönlichkeitsentwicklung nicht ein.
Englisch ab der 3. ten Klasse
Die Möglichkeiten Sprachen einfach zu erlernen sind im Kindesalter am größten. Daher sollte in der 3. Klasse spielerisch mit dem Erlernen der ersten Fremdsprache begonnen werden. Auf Grund der Verbreitung und der Verwendung im Internet und der Bedeutung im Bereich Informatik und Wissenschaft soll es sich bei dieser Fremdsprache um Englisch handeln.
Zwei- statt Fünfgliedrig
Eine Schullandschaft aus Gymnasium, Gesamtschule, Hauptschule, Realschule und Sekundarschule spaltet Jugendliche zu sehr auf und führt oftmals zu einen Qualitätsverlust der Lehre, worunter vor allem die Hauptschule zu leiden hat. Stattdessen muss ein zweigliedriges Schulsystem eingeführt werden, das die Jugendlichen besser auf ihre individuellen Berufsziele vorbereitet.
Das Gymnasium ist mit dem Ziel Jugendliche auf ein Hochschulstudium vorzubereiten weiterzuführen. Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt hierbei darin Voraussetzungen für ein Studium zu vermitteln und an wissenschaftliches Arbeiten heranzuführen.
Eine neu einzurichtende Fachschule soll hingegen verstärkt für eine Ausbildung und den Berufseinstieg vorbereiten. Berufspraktika und angewandtes Lernen stehen bei dieser Schulform verstärkt im Fokus.
Beide Schulformen bieten alle Abschlüsse vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur an, begleiten die Schüler- und Schülerinnen aber dabei gezielter in Hinblick auf ihre weitere berufliche Entwicklung.
Bildung braucht Zeit und kein Turbo-Abitur
Die Hochschulreife schon nach 12 Jahren führt zu einem viel zu hohen Druck auf Schüler und Lehrplan. Um eine umfassende und auch für die Hochschulen notwendige Bildung zu erreichen sind wieder Schulzeit von 13 Jahren bis zum Abitur einzuführen.
Mehr als nur Englisch
In einer immer globaler werdenden Welt nimmt die Bedeutung von Fremdsprachen, trotz der Dominanz von Englisch, zu. Daher sollten alle Jugendlichen die Grundlagen einer weiteren Fremdsprache frühzeitig erlernen können. Aus diesem Grund muss mit der 7 Klasse im Rahmen eines Wahlverfahrens allen Schülern/innen die Möglichkeit gegeben werden eine zweite Fremdsprache zu erlernen.
Ganztagsschule einschränken
Kontakte, Freiraum und Bildung stärken
Durch die Verkürzung des Abiturs auf 12 Jahre ist Nachmittagsunterricht unablässig geworden. Eingeschränkt sollte die Ganztagsschule auch nach Abschaffung des Turboabiturs erhalten bleiben. Die Möglichkeit seine Freizeit flexibel und selbstständig mit Freunden, in Vereinen oder mit anderen außerschulischen Aktivitäten zu verbringen darf jedoch nicht beeinträchtigt werden. Der verbindliche Nachmittagsunterrich soll daher auf zwei, landesweit einheitliche, Wochentage beschränkt sein.
Bei den Nachmittagsangeboten muss lokal die Chance genutzt werden auch weniger nachgefragte Fächer durch Kooperation anzubieten. Die gemeinsame Bindung von Wahlfächerzeiten hilft dabei ein größeres Bildungsangebot zu liefern. So können auch Fremdsprachen wie Spanisch, Russisch, Chinesisch, Türkisch oder Sprachen angrenzender Nachbarländer, sowie gesellschafts- und naturwissenschaftliche Spezialisierungen angeboten werden.
Individuelle Förderung für jedes Kind
Unsere Kinder brauchen kleine Lerngruppen und individuelle Förderung
Unsere Kinder brauchen kleine Lerngruppen und individuelle Förderung
Wir treten dafür ein, dass im Kindergarten und in allen Schularten die Kinder ermutigt und in kleinen Lerngruppen individuell gefördert werden, sodass sie Freude am Erfolg und an der Leistung entwickeln können.
In den Ländern mit guten Schulerfolgen stehen den Lehrern und Schülern mehrere zusätzliche Helfer (Studierende, Förderlehrer, nebenamtliche Helfer, freiwillige Aktiv-Senioren etc.) an der Seite, um leistungsfähigen Schülern zusätzliche Anregungen zu vermitteln, oder hilfsbedürftigen Schülern den Stoff nahezubringen.
Daher soll eine „Zweite Kraft“ in Schulklassen eingestellt werden. Das heißt, mit einem Pilotprojekt in den ersten Klassen der Grundschulen zu starten und nach und nach auf alle Schulklassen auszuweiten.
Kleine Klassen
Unterschiedliche Vorbildung in den Elternhäusern und immer häufiger auftretende Lernstörungen und soziale Probleme machen andere Unterrichtsmethoden notwendig und verlangen intensivere erzieherische Bemühungen. Das geht nur in kleineren Klassen. Klassenstärken von 20 bis 25 Kindern bzw. Jugendlichen sind anzustreben. Bei mehr als 27 Schülerinnen/Schülern ist die Klasse zwingend zu teilen.
Religionsunterricht erhalten
Der Religionsunterricht soll die „Vernunftfähigkeit“ von Religion und Glaube erproben,
die kulturelle Identität fördern, die Identitätsfindung der Schüler unterstützen, gesell-schaftliche Absolutheitsansprüche relativieren und so Schlüsselqualifikationen für die individuelle und soziale Lebensgestaltung vermitteln.
Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach an öffentlichen Schulen und als solches durch das Grundgesetz garantiert (Art. 7,3). Der weltanschaulich neutrale Staat bedarf der Religionsgemeinschaften zur Konkretisierung und pädagogischen Umsetzung der positiven Religionsfreiheit (GG Art. 4,1).
Der konfessionelle Religionsunterricht soll von ökumenischer Offenheit geprägt sein und die Dialogfähigkeit fördern. Hierzu sind Formen einer geregelten konfessionellen Kooperation von ev. und kath. Religionsunterricht weiter auszubauen.
Philosophie soll Reli-Unterricht ergänzen - nicht ersetzen
Philosophie als Ersatzfach für Religion anzubieten ist falsch. Dieses Fach muss im Wechsel mit dem regulären Religions-/Ethikunterricht allen Schülern zu Verfügung stehen, da Philosophie kein Ersatz für Religion ist. Dessen Lehre ist für Schüler jeglicher Religion als Wissens- und persönlichem Erkenntnisgewinn anzusehen.
Religionsunterricht als Chance für interkulturelles und interreligiöses Lernen
Aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen und Herausforderungen ist der schulische Religionsunterricht weiter zu entwickeln, u.a. durch fachübergreifende und fächerverbindende Formen gemeinsamen Lernens.
Hilfreich hierzu ist ein Kooperationsmodell von konfessionellem Religionsunterricht und Ethik- bzw. Philosophie-Unterricht mit Phasen integrativen und differenzierenden Lernens. Die zunehmend kulturell und religiös plurale Situation der Schüler stellt den Religionsunterricht vor die Herausforderung, zu einer interkulturellen und interreligiösen Erziehung beizutragen, die der Schule insgesamt aufgegeben ist („Didaktik der Begegnung“).
Philosophie für alle
Die Philosophie muss in den Schulen für alle als verpflichtendes Schulfach eingeführt werden. Hier werden grundlegende Gedanke über die Gesellschaft gelehrt und auch ein wesentlicher Denkprozess an die Schüler herangeführt.
Dass teilweise Philosophie als Ersatzfach für Religion angeboten wird, ist daher falsch, da diese Lehre auch für konfessionelle Schüler zusätzlich zum Religionsunterricht hilfreich ist.
Für nicht konfessionelle Schüler muss als Religionsunterrichtsersatz ein Fach angeboten werden, dass ethische Maßstäbe nicht konfessionell betrachtet.
Kurze Beine - kurze Wege
Schulen am Lebensort der Kinder
Der Tendenz zu immer weiteren und aufwändigeren Schulwegen immer jüngerer Schüler muss entgegengewirkt werden. Schulen im ländlichen Bereich sind zu erhalten und gegebenenfalls wieder zu öffnen.
Schule für alle Sinne
In allen Schularten, insbesondere auch im verkürzten Gymnasium, finden die musischen Fächer zu wenig Raum. Diese fördern aber nicht nur die Lebensfreude der Kinder, sondern nachweislich auch die intellektuelle Leistungsfähigkeit.
Auch die Gesundheitsvorsorge muss in allen Schulen ein größeres Gewicht erlangen. Tägliche Erlebnisse der Lebenslust müssen an den Schulen möglich sein: Bewegungsspiele, Entspannungsübungen, gesunde Angebote im Pausenverkauf und in der Mittagspause. Leider gibt es nicht für alle Kinder und nicht überall die Chance, gesund und schmackhaft zu essen. Wer selbst kochen kann, gewinnt Lebensqualität. Kochen und zeitgemäßes Haushaltsmanagement sollten deshalb in der Schule angeboten werden.
Lehrermangel bekämpfen
In vielen Schulen herrscht schon aktuell ein Mangel an Fachlehrern. NRW muss durch verstärktes Werben für den Lehrerberuf und verbesserten Möglichkeiten für Quereinsteiger versuchen diesen Mangel zu beheben und mehr Lehrer einstellen. Die Aufstockung sollte sich zudem nach dem absehbaren Bedarf durch Schülerzahlen richten und nicht nach Wahlterminen.
Neue Energien in Unterricht und Studium
Die regenerativen Energien sind für die Zukunft, besonders im Schatten des Klimawandels, unverzichtbar. Es ist wichtig, dass auch in Schule und Hochschule diese Energiegewinnung behandelt und auch an eigenen Experimenten oder Anlagen getestet und erforscht werden können.