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Atomkraft und Gas sollen das Label "Klimaneutralität" bekommen!?

Ein KLARtext von Rita Nowak, Spitzenkandidatin der ÖDP NRW zur Landtagswahl 2022

Quelle: Pixabay, open cliparts vectors

Ich, und damit viele Menschen in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) sind entsetzt:

Jahrzehntelang haben wir vor allem gegen die Atomkraft, aber auch im Rahmen der Dekarbonisierung gegen Erdgas gekämpft. Nach Fukushima 2011 wurde in Deutschland beschlossen die Atomkraftwerke bis Ende 2022 vom Netz zu nehmen. Atom und Gas sind verantwortlich für große Umweltsünden.

Nun melden die Medien, dass die EU-Kommission kurz vor 24 Uhr an Silvester vorschlägt, Atomkraft und Gas als klimafreundlich einzustufen. Warum gerade zu diesem Zeitpunkt? Das Datum und die Uhrzeit sprechen dafür, dass es nicht um die Diskussion um die richtige Technologie geht, sondern um die unterschiedlichen Interessen Frankreichs (Atomkraft) und Deutschland (Gas). Es dürfte damit um den Kampf für die richtige Klimapolitik gehen.

Um was geht es? Die EU-Kommission will Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke unter bestimmten Bedingungen als klimafreundlich einstufen. Das verleiht der Atomkraft und Gas ein grünes Label und so wesentlich zur Klimaneutralität Europas bis 2050 beizutragen. Doch wir wissen alle, wie gefährlich Atomkraft ist und dass es bis heute keine Endlagerung in keinem Land der Welt gibt. Und Gas bedeutet CO2!

Beide Techniken verzögern damit nötige Investitionen in erneuerbare Energien, um die Lebenszeit von Atom und Gas zu verlängern. Vor allem Frankreich und die Atomlobby frohlocken!

Deshalb müssen wir den Kampf wieder aufnehmen!

Rita Nowak,
Spitzenkandidatin der Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) zur Landtagswahl 2022 in NRW

 

 

Foto: Rita Nowak

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