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Der Wahl-O-Mat

eine Kritik

"Sie haben schon zu viele Parteien ausgewählt. Bitte nehmen Sie 2 Parteien wieder aus Ihrer Auswahl heraus."
 
Das sagt der Wahl-O-Mat, wenn ich von zehn Parteien wissen will, wieviel Prozent Übereinstimmung mit meinen Antworten auf die 38 Fragen besteht. Das kann man nur wie folgt charakterisieren: bevormundend.
Warum bloß! Was bezweckt die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) damit? Warum muss man überhaupt Parteien anwählen. Es reicht doch, wenn z.B. die "besten" zehn Parteien automatisch aufgelistet werden? Ach ja, wenn die ÖDP dann oben landen würde, das wäre ein Drama! Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung hatte letztes Jahr am NRW-Wahltag einen Artikel veröffentlicht, der schön beschreibt, wie das dann aussehen könnte. Ein Zitat daraus:
ARD-Wahlmoderator Jörg Schönenborn ist sprachlos. Sekundenlang ist sein Gesicht im Bild; er schüttelt den Kopf, blickt verwirrt in die Kamera und wechselnd auf die vor ihm liegenden Studio-Monitore. Dann stammelt er schließlich einen Satz, in dem er mehrfach die Worte „unglaublich“, „nicht möglich“, „eine Sensation“ verwendet.
 
Vermutlich verhält es sich bei der bpb ähnlich wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die mit Parteibüchern aus den großen Parteien besetzen wahrscheinlich die Schlüsselpositionen. Ja, und dann wird versucht, mit extra programmiertechnischem Aufwand Beschränkungen einzuführen. Aber sei es drum. Machen Sie den Wahl-O-Mat-Test, und vergessen Sie nicht, auch ÖDP für die Wertung auszuwählen.

Rob Maris


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