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Wozu Inhalte, wenn man Umfragen hat

Zum Hang der Medien Umfragen zu vergöttern

Auf welche Nachrichten-Seite man im Netz auch klickt, man sieht fast immer in den Seitenleisten Links zu Umfrageergebnissen. Zudem schreiben alle Zeitungen mindestens einmal im Monat über den aktuellen Umfragestand wie ihn infratest dimap, Forsa, Emnid, Forschungsgruppe Wahlen oder andere Umfrageinstitutionen gerade herausgeben.
Dass diese Umfragen die Demokratie eher behindern als fördern, beachtet fast niemand. Denn die freie Wahl wird durch Umfragen immer stärker beeinflusst. Nicht wenige Wähler orientieren sich an den Umfragen oder kalkulieren diese bei ihrer Stimmabgabe mit ein. Sie vergessen dabei, dass bei einer Demokratie jeder die Partei wählen sollte, die mit ihrem Programm dem Wunsch des Wählers am meisten entspricht. 
Der fragliche Trend, die Wahlentscheidung von der bekannten Mediengestalt und nicht vom Parteiprogramm abhängig zu machen, wird durch die Umfrageflut noch verstärkt.
Die Krönung sind dann Medien, die Umfragen für mächtiger als Wahlergebnisse erachten. So hat die Süddeutsche Zeitung (05.09.11) die FDP im Bundestag angesprochen mit der Frage wie denn eine vier-Prozent-Partei, wie die FDP, wichtige Entscheidungen behindern könne (Transaktionssteuer). Davon, dass die FDP im Bundestag mit 14,6 % den Platz drei der Parteien belegt ist nichts zu hören.
Die Medien sollten die Aufgabe, nicht nur den Mainstream zu verbreiten, sondern über politische Sachstände zu berichten, stärker in den Fokus ihrer Arbeit rücken. 

Stellv. Landesvorsitzender Simon Gremmler


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