4-Tage-Woche für das Klima

18,4 Millionen Deutsche pendeln nach einer Mitteilung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) täglich zur Arbeit. Das sind 2% mehr als im Vorjahr.

(Neuss) – „Eine 4-Tage-Woche stellt einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz dar“, so der Kreisvorstand der Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Region Düsseldorf und Niederrhein auf einer Kreisvorstandsitzung in Neuss. „Daneben reduziert diese Arbeitsform auch ganz erheblich die Gesundheitsbelastung und sorgt für mehr Lebensqualität.“

18,4 Millionen Deutsche pendeln nach einer Mitteilung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) täglich zur Arbeit. Das sind 2% mehr als im Vorjahr. Dabei legen Sie durchschnittlich 16,91 km einfache Strecke pro Tag zurück. "Dies entspricht in Summe einer Strecke pro Woche 4x zum Mond und zurück" so die ÖDP.

Es ist richtig und wichtig, den Berufsverkehr umweltverträglicher zu machen. Der umweltverträglichste Berufsverkehr ist jedoch der, der erst gar nicht stattfindet.

Hierzu ist zum einen ein entschiedenes Umdenken in der Raumplanung erforderlich. Der Ausbau von Bürostädten und Industrieparks seit hauptverantwortlich für die Zunahme des Pendlerverkehrs. Dabei sei es beispielsweise völlig unsinnig, Büroimmobilien zu konzentrieren und gleichzeitig Immobilien am Wohnort der Menschen stillzulegen. Die Konzentration der Arbeitsorte verursache darüber hinaus den Zwang zu immer mehr Verkehrsflächen und führe daher zu einer Versiegelung der Landschaft. Hier trage nach Meinung der ÖDP die verfehlte Städte- und Raumplanung eine erhebliche Mitschuld an den durch den Pendelverkehr entstehenden Umwelt- und Gesundheitsschäden.

Aber auch die Arbeitsorganisation kann einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz leisten, so die ÖDP. Fahren Arbeitnehmer nur noch 4 Tage pro Woche zur Arbeit, verringert dies nicht nur den Berufsverkehr, es verringert auch erheblich die Wegezeit und die mit dem Weg zur Arbeit verbundenen Stressbelastungen. „Home-Office“ und „4-Tage-Woche“ stellen hier eine gangbare Möglichkeit zu weniger Klimabelastung und mehr Lebensqualität dar.

Hierzu sind entsprechende Anpassungen in den Vorschriften zur Arbeitsplatzgestaltung bei örtlich flexibler Arbeit und mehr Spielraum für den Fall einer 4-Tage-Woche in der Arbeitszeitgesetzgebung erforderlich. „Tägliche Arbeitszeitgrenzen müssen die Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage mitberücksichtigen. Das Arbeitszeitgesetz geht immer noch von einer 6-Tage-Woche aus. Was für 6 oder 5 Tage richtig ist, kann im Falle einer 4-Tage-Woche aber unangemessen sein“, so die ÖDP.


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