ÖDP Höxter zum Weltbienentag am 20. Mai 2020

Artenverlust – ein drängendes Problem!

(Bad Driburg) „Wissenschaftliche Studien belegen, dass immer mehr Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden sind. Besonders betroffen sind die Insekten, die unter anderem für das Überleben der Menschheit als Bestäuber von Nahrungspflanzen existenziell wichtig sind.“ So der Vorstand des Kreisverbandes der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) Höxter-Lippe.

In Deutschland sind knapp 50 Prozent aller Bienenarten bestandsbedroht oder bereits ausgestorben. Über 75 Prozent aller Fluginsekten sind nicht mehr da und die Bestände an Schmetterlingen sind vielfach sogar noch stärker zurückgegangen. Unter anderem in Folge des Insektenschwundes leben bei uns nur noch halb so viele Vögel wie vor 30 Jahren. Der Weltbienentag ist der ÖDP Anlass genug, um das existenzielle Problem Artenschwund wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Angesichts der Coronakrise tritt der Artenschutz in der öffentlichen Wahrnehmung in den Hintergrund. Langfristig nimmt aber der Artenverlust für die Menschen existenzbedrohende Züge an. Er wird von Wissenschaftlern sogar als noch dringlicher als die Klimaüberhitzung eingestuft. Die aktuellen Verhandlungen über die neuen EU-Agrarförderungen im Rahmen der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) sind für die Zukunft des Artenschutzes und den Erhalt der Artenvielfalt entscheidend.

Hier bezieht der Kreisverband der ÖDP Höxter-Lippe klar Stellung zum Erhalt der Artenvielfalt; sowohl für die Natur als auch für die Menschheit. Um die Initiativen für mehr Artenschutz auf EU-Ebene zu unterstützen setzt sich die ÖDP mit der europäischen Bürgerinitiative

www.savebeesandfarmers.eu/deu/

für eine bienenfreundliche und ökologische Förderpolitik ein.

Hier geht es zum Formular, mit dem diese Initiative unterstützt werden kann. www.oedp.de/aktuelles/save-bees-and-farmers/

Die ÖDP hat das Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen! in Bayern initiiert. Das Volksbegehren ist ein Mittel der direkten Demokratie. Es ermöglicht Bürger*innen die Einbringung eines Gesetzesentwurfs in den Landtag. Über 1,7 Millionen Bürger*innen in Bayern, 18,3% der Wahlberichtigten (!), haben dies getan und damit mächtig Druck auf die Staatsregierung gemacht. Damit wurde das Volksbegehren Artenvielfalt zur erfolgreichsten Initiative in Bayern seit 1946. Davon mehr als beeindruckt, berief Ministerpräsident Markus Söder unter Leitung des Landtagspräsidenten a. D., Alois Glück einen Runden Tisch im Landtag ein, an dem die Vertreter des Volksbegehrens mit Staatsregierung, Ministerien und Verbänden über weitergehende Maßnahmen berieten. Im Juli 2019 beschloss der Landtag mit großer Mehrheit den Gesetzestext des Volksbegehrens sowie in einem Begleitgesetz weitere Maßnahmen für bessern Artenschutz in Bayern. Derzeit ist die ÖDP in Niedersachsen am laufenden Volksbegehren „Artenvielfalt.Jetzt!“ beteiligt.

In Nordrhein-Westfalen spricht sich die ÖDP NRW für ein Volksbegehren zum Artenschutz auf Landesebene aus. 

 

(Bildquelle: ÖDP)


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