Deutsche pendeln viermal pro Woche zum Mond

ÖDP: Ungeheure Belastung für Mensch und Umwelt


(Münster/Düsseldorf) - 18,4 Millionen Deutsche pendeln nach einer Mitteilung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) täglich zur Arbeit. Das sind 2 % mehr als im Vorjahr. Dabei legen sie durchschnittlich 16,91 km einfache Strecke pro Tag zurück.

"Dies entspricht einer Strecke pro Woche 4 x zum Mond und zurück", so die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen. "Das Pendeln führt sowohl zu einer erheblichen Gesundheits- als auch Umweltbelastung." Ab 45 Minuten täglichem Weg zur Arbeit drohen nach Angaben des Soziologen Norbert Schneider gesundheitliche Gefahren; unabhängig davon, ob der Weg per Auto oder per Bahn zurückgelegt wird.

Für die ÖDP NRW kommt es somit nicht darauf an, den Weg zur Arbeit besser zu organisieren. "Dieser ungeheuer umfangreiche Berufsverkehr muss reduziert werden!" so die ÖDP. "Jeder nicht gefahrene Kilometer ist ein umweltfreundlicher und gesundheitsfördernder Kilometer". Den Schadstoffausstoß pro km zu reduzieren ist ein wichtiges Ziel. Wirksamer sei es aber, die Kilometer zu reduzieren. "Nicht gefahrene Kilometer belasten die Umwelt nicht!"

Die ÖDP NRW fordert daher ein entschiedenes Umdenken in der Raumplanung. Der Ausbau von Bürostädten und Industrieparks seit hauptverantwortlich für die Zunahme des Pendlerverkehrs. Dabei sei es beispielsweise völlig unsinnig, Büroimmobilien zu konzentrieren und gleichzeitig Immobilien am Wohnort der Menschen stillzulegen. Die Konzentration der Arbeitsorte verursache darüber hinaus den Zwang zu immer mehr Verkehrsflächen und führe daher zu einer Versiegelung der Landschaft. Hier trage nach Meinung der ÖDP die verfehlte Städte- und Raumplanung eine erhebliche Mitschuld an den durch den Pendelverkehr entstehenden Umwelt- und Gesundheitsschäden.


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