23.01.2018

Schlecht für die Menschen – gut für die Wirtschaft

ÖDP kritisiert Ausweitung der verkaufsoffenen Sonntage

(Münster/Düsseldorf) – Als völlig falsche Prioritätensetzung sieht die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen die Verdoppelung der verkaufsoffenen Sonntage von 4 auf 8 durch einen Gesetzesentwurf der NRW-Landesregierung. Die Sonntagsruhe sei ein hohes Gut, das von der Regierung den angeblichen wirtschaftlichen Interessen des Handels geopfert wird.

Dabei sei es eine Erkenntnis aus den verkaufsoffenen Sonntagen, dass diese nicht zu mehr Umsatz, sondern lediglich zu einer Umsatzverschiebung und zu einer Begünstigung großer Geschäfte gegenüber den kleinen Einzelhändlern führt. „Dieser Gesetzentwurf richtet sich gegen die Menschen, denen die Sonntagsruhe genommen wird, und auch gegen kleine Mittelständler, die dann nicht mehr mithalten können.“ so die ÖDP NRW.

Die ÖDP erinnert daran, dass Versuche zur Abschaffung des Sonntags oder der Verlängerung der Woche von 7 auf 10 Tagen in der Vergangenheit kläglich gescheitert sind. Was die NRW-Landesregierung betreibe sei letztlich der Versuch, den Sonntag als gemeinsamen Ruhetag abzuschaffen. Damit schleife die schwarz-gelbe Regierung einen wichtigen Pfeiler der abendländischen Kultur und betreibe eine Destabilisierung und Desintegration der Gesellschaft.

Die Landesregierung zeige mit ihrem Gesetzesentwurf eine absolute Prioritätensetzung für die Wirtschaft, und zwar einseitig für Großunternehmen. Die arbeitenden Menschen blieben dabei auf der Strecke.

Die ÖDP setzt dem eine klare Prioritätensetzung „Mensch vor Profit“ entgegen.

Kategorie: Werte / Menschenbild, Arbeit / Wirtschaft, NRW, Soziales