08.12.2017

Videoüberwachung für Schlachthöfe!

Skandalöse Zustände müssen endlich beweiskräftig dokumentiert werden

(Münster/Wetter/Düren) – Die gesetzliche Einführung von Videoüberwachung in Schlachthöfen fordert das Landesvorstandsmitglied der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen, Flora Aldenhoven. „Die Politik ist schnell mit der Forderung nach Video-überwachung an anderer Stelle. Diese wäre geeignet, in den Schlachthöfen, in denen oft völlig unhaltbare Zustände herrschen, die Einhaltung der Tierschutz- und Hygienegesetze zu überwachen.“, so Aldenhoven. Offenbar sei aber die Politik, beeinflusst von der Tierzucht-Lobby, hieran nicht interessiert.

Jüngste Enthüllungen von „SOKO Tierschutz“ berichten von skandalösen Zuständen im Großschlachthof Frenken in Düren. Aus diesem Schlachthof bezog nach Angaben der Süd-deutschen Zeitung McDonalds allein in diesem Jahr etwa 170 Tonnen Rindfleisch. „Tierquälerei, Inkompetenz und Hygienechaos“ bestimmen nach den Enthüllungen von „SOKO Tierschutz“ den Ablauf in Düren.

Die Filmdokumente belegen erhebliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in besagtem Großschlachthof. Auch belegen die Aufnahme die Schlachtung von schwangeren Rindern, was seit September dieses Jahres gesetzeswidrig ist.  Die Videoaufzeichnungen dokumentieren ebenso erhebliche Hygienemängel, die Auswirkungen auf die Gesundheit der Konsumenten haben können.

Die ÖDP NRW fordert endlich wirksame Maßnahmen und dokumentierte Überwachung in Schlachthöfen, um die Einhaltung der Gesetze sicherzustellen. Ebenso fordert sie entsprechende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den Schlachthof in Düren und regelmäßige unangemeldete Kontrollen der Zustände durch die Veterinärämter.

Kategorie: Tierschutz, Umwelt, NRW, Inneres / Justiz


KLARtext

Für solide Staatshaushalte und eine faire...

16.04.2018

Münsteraner Beschluss des ÖDP-Bundesarbeitskreises "Wirtschaft und Finanzen"
„Europa braucht eine Wirtschaftspolitik, die die natürlichen Lebensgrundlagen als Basis für den Wohl...