Leverkusener Resolution

Kein Glyphosat mehr in unserer Nahrungskette, Verzicht auf Thiacloprid

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen fordert ein Verbot des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat der Firma Monsanto, einer 100%-igen Tochter der Bayer AG, mit Sitz in Leverkusen, sowie ein Verbot für Zierpflanzenprodukte mit dem Wirkstoff Thiacloprid, ebenfalls von Bayer im Verkauf.

Das Totalherbizid Glyphosat mit dem offiziellen Namen „Roundup“ wird weltweit eingesetzt, um höhere Erträge in der Landwirtschaft zu erzielen. Dabei gibt es konzernunabhängige Studien, die zeigen, wie gefährlich dieses Pflanzengift ist. Zunächst schadet es Menschen in Lateinamerika, wo das Besprühen der Felder aus dem Flugzeug heraus zu Missbildungen und Krebs geführt hat. Zum anderen wurde es bei uns im Essen nachgewiesen, so eine Stichprobe von „Markt“, siehe NDR.de Bericht von Melanie Stinn. Schließlich ist Roundup mit verantwortlich für das Sterben der Artenvielfalt auf unseren Äckern und Wiesen.

Das Nervengift aus der Gruppe der Neonikotinoide „Thiacloprid“ schadet den Bienen, so Neurobiologe Prof. Dr. Dr. Randolf Menzel von der Freien Universität Berlin. Er erklärt, dass der Orientierungssinn der Bienen geschädigt wird und sie nicht zurück in Ihren Stock finden. Es hat auch Auswirkungen für die Bienen, ihre Futterquellen untereinander zu kommunizieren. Kleingärtner, die dieses Mittel für ihre Zierpflanzen nutzen, werden über den großen Schaden der Nebenwirkungen nicht informiert.

Neben dem Verbot dieser Produkte fordern wir die Firma Bayer auf, Ihren Gewinn nicht mit Produkten zu erzielen, die Mensch, Tier und Umwelt zerstören. Stattdessen gäbe es genug Möglichkeiten des nachhaltigen Wirtschaftens, mit dem die Bayer AG Land & Leute nutzen könnte. Reine Profitgier und das Vergrößern von Marktanteilen, um den Lobbyismus noch mehr zu pflegen, lehnen wir ab.

Auch die Europäische Union ist gefragt. Die Überarbeitung der Pestizidverordnung ist dringend erforderlich. Während ein Neonikotinoid mühsam verboten wird, werden zwei andere zugelassen. Hier muss dringend eine konsequente Vorgehensweise zum Schutz der Umwelt umgesetzt werden.

 

 

 

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