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Schule

Individuelle Förderung für jedes Kind
Unsere Kinder brauchen kleine Lerngruppen und individuelle Förderung.
Wir treten dafür ein, dass im Kindergarten und in allen Schularten die Kinder ermutigt und in kleinen Lerngruppen individuell gefördert werden, sodass sie Freude am Erfolg und an der Leistung entwickeln können. In den Ländern mit guten Schulerfolgen stehen den Lehrern und Schülern mehrere zusätzliche Helfer (Studierende, Förderlehrer, nebenamtliche Helfer, freiwillige Aktiv-Senioren etc.) an der Seite, um leistungsfähigen Schülern zusätzliche Anregungen zu vermitteln oder hilfsbedürftigen Schülern den Stoff nahezubringen. Daher soll eine „Zweite Kraft“ in Schulklassen eingestellt werden. Das heißt, mit einem Pilotprojekt in den ersten Klassen der Grundschulen zu starten und nach und nach auf alle Schulklassen auszuweiten.

Kleine Klassen
Unterschiedliche Vorbildung in den Elternhäusern und immer häufiger auftretende Lernstörungen und soziale Probleme machen andere Unterrichtsmethoden notwendig und verlangen intensivere erzieherische Bemühungen. Das geht nur in kleineren Klassen. Klassenstärken von 20 bis 25 Kindern bzw. Jugendlichen sind anzustreben. Bei mehr als 27 SchülerInnen ist die Klasse zwingend zu teilen.

Religionsunterricht erhalten
Der Religionsunterricht soll die „Vernunftfähigkeit“ von Religion und Glaube erproben, die kulturelle Identität fördern, die Identitätsfindung der Schüler unterstützen, gesellschaftliche Absolutheitsansprüche relativieren und so Schlüsselqualifikationen für die individuelle und soziale Lebensgestaltung vermitteln. Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach an öffentlichen Schulen und als solches durch das Grundgesetz garantiert (Art. 7,3). Der weltanschaulich neutrale Staat bedarf der Religionsgemeinschaften zur Konkretisierung und pädagogischen Umsetzung der positiven Religionsfreiheit (GG Art. 4,1). Der konfessionelle Religionsunterricht soll von ökumenischer Offenheit geprägt sein und die Dialogfähigkeit fördern. Hierzu sind Formen einer geregelten konfessionellen Kooperation von ev. und kath. Religionsunterricht weiter auszubauen.

Philosophie soll Reli-Unterricht ergänzen - nicht ersetzen
Philosophie als Ersatzfach für Religion anzubieten, ist falsch. Dieses Fach muss im Wechsel mit dem regulären Religions-/Ethikunterricht allen Schülern zu Verfügung stehen, da Philosophie kein Ersatz für Religion ist. Dessen Lehre ist für Schüler jeglicher Religion als Wissens- und persönlichem Erkenntnisgewinn anzusehen. Religionsunterricht als Chance für interkulturelles und interreligiöses Lernen. Auf Grund gesellschaftlicher Veränderungen und Herausforderungen ist der schulische Religionsunterricht weiter zu entwickeln, u.a. durch fachübergreifende und fächerverbindende Formen gemeinsamen Lernens. Hilfreich hierzu ist ein Kooperationsmodell von konfessionellem Religionsunterricht und Ethik- bzw. Philosophie-Unterricht mit Phasen integrativen und differenzierenden Lernens. Die zunehmend kulturell und religiös plurale Situation der Schüler stellt den Religionsunterricht vor die Herausforderung, zu einer interkulturellen und interreligiösen Erziehung beizutragen, die der Schule insgesamt aufgegeben ist („Didaktik der Begegnung“).

Philosophie für alle
Die Philosophie muss in den Schulen für alle als verpflichtendes Schulfach eingeführt werden. Hier werden grundlegende Gedanken über die Gesellschaft gelehrt und auch ein wesentlicher Denkprozess an die Schüler herangeführt. Dass teilweise Philosophie als Ersatzfach für Religion angeboten wird, ist daher falsch, da diese Lehre auch für konfessionelle Schüler zusätzlich zum Religionsunterricht hilfreich ist. Für nicht konfessionelle Schüler muss als Religionsunterrichtsersatz ein Fach angeboten werden, dass ethische Maßstäbe nicht konfessionell betrachtet.

Kurze Beine, kurze Wege - Schulen am Lebensort der Kinder

Der Tendenz zu immer weiteren und aufwändigeren Schulwegen immer jüngerer Schüler muss entgegengewirkt werden. Schulen im ländlichen Bereich sind zu erhalten und gegebenenfalls wieder zu öffnen.

Schule für alle Sinne
In allen Schularten, insbesondere auch im verkürzten Gymnasium, finden die musischen Fächer zu wenig Raum. Diese fördern aber nicht nur die Lebensfreude der Kinder, sondern nachweislich auch die intellektuelle Leistungsfähigkeit.
Auch die Gesundheitsvorsorge muss in allen Schulen ein größeres Gewicht erlangen. Tägliche Erlebnisse der Lebenslust müssen an den Schulen möglich sein: Bewegungsspiele, Entspannungsübungen, gesunde Angebote im Pausenverkauf und in der Mittagspause. Leider gibt es nicht für alle Kinder und nicht überall die Chance, gesund und schmackhaft zu essen. Wer selbst kochen kann, gewinnt Lebensqualität. Kochen und zeitgemäßes Haushaltsmanagement sollten deshalb in der Schule angeboten werden.

Lehrermangel bekämpfen
In vielen Schulen herrscht schon aktuell ein Mangel an Fachlehrern. NRW muss durch verstärktes Werben für den Lehrerberuf und verbesserten Möglichkeiten für Quereinsteiger versuchen diesen Mangel zu beheben und mehr Lehrer einstellen. Die Aufstockung sollte sich zudem nach dem absehbaren Bedarf durch Schülerzahlen richten und nicht nach Wahlterminen.

Neue Energien in Unterricht und Studium
Die regenerativen Energien sind für die Zukunft, besonders im Schatten des Klimawandels, unverzichtbar. Es ist wichtig, dass auch in Schule und Hochschule diese Energiegewinnung behandelt und auch an eigenen Experimenten oder Anlagen getestet und erforscht werden können.

Förderung der Berufsausbildung
Derzeit ist im Bildungswesen eine deutliche Orientierung hin zum Studium erkennbar.
Die berufliche Ausbildung wird sowohl von den Bildungseinrichtungen als auch im sozialen Image demgegenüber herabgesetzt.
Gerade Jugendliche mit handwerklicher Begabung werden durch unser Bildungssystem
systematisch benachteiligt und in ihrer Entwicklung behindert.

Hierzu fordert die ÖDP:

  • Gleichberechtigung der Berufsausbildung mit dem Studium in der Bildungspolitik
  • Ausstattung der Berufsschulen in angemessener Form, vergleichbar mit Gymnasien und Universitäten
  • Kampagne der Landesregierung zur Imageverbesserung der Berufsausbildung
  • Widerstand gegen jedweden Versuch der EU die duale Berufsausbildung zu behindern oder gar abzuschaffen
  • Anpassung der Ausbildungsberufe an die Zukunftsfähigkeit
  • Initiative für eine „Mid-Aber-Ausbildung“, das hieße eine Berufsausbildung für mittlere Altersgruppen
  • Steuerliche Förderung der Einrichtung von betrieblichen und überbetrieblichen Lehrwerkstätten
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