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Pressemitteilung

Stoppt die Gewalt gegen Frauen!

Am 26.11. ist ein besonderer Tag - es geht speziell um Gewalt gegen Frauen.

(Münster/Recklinghausen) - Gewalt in jeder Form gegen Frauen, aber auch Männer, Trans*-Personen, homosexuelle Menschen und gegen Kinder ist immer noch weit verbreitet. Es passiert in der Familie, in Institutionen, im Krieg, usw. Am 26.11. ist ein besonderer Tag - es geht speziell um Gewalt gegen Frauen.

Trotz Frauenberatungsstellen, Frauenhäusern und Schutzwohnungen werden Frauen noch immer geschlagen, genötigt, begrapscht oder missbraucht: Die Formen der Gewalt gegen Frauen sind vielfältig. Allein in Europa werden laut einer EU-Studie 1/3 der Frauen irgendwann in ihrem Leben Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt.

Neben körperlicher und sexueller Gewalt haben auch psychische und emotionale Gewalt gravierende Folgen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benennt Gewalt als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen. Viele Frauen, die Gewalt erleben, haben danach Schwierigkeiten, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Sie leiden unter Depressionen, vereinsamen, verarmen – emotional und materiell. Häufig hat die Gewalt generationenübergreifende Auswirkungen auf die ganze Familie. In Deutschland, das sich bei der Anzahl von gewalttätigen Übergriffen auf Frauen im europäischen Vergleich im Mittelfeld befindet.
 

Häusliche Gewalt

Weltweit ist die Form der sogenannten häuslichen Gewalt, das heißt der Gewalt in der Partnerschaft gegen Frauen am meisten verbreitet. Die sogenannte häusliche Gewalt betrifft Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten und Milieus.

Etwa jede 8. der in Deutschland lebenden Frauen über 15 Jahre sind in ihrem Leben schon mal Opfer strafrechtlich relevanter sexueller Übergriffe geworden. Dazu gehören Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung und unterschiedliche Formen von sexueller Nötigung.


Vergewaltigung als Waffe im Krieg

Während Frauen auch in friedlichen Umgebungen Opfer von Gewalt werden können, ist die Situation in Kriegsgebieten verheerend. Sexuelle Gewalt wird von den Konfliktparteien oft bewusst als Instrument der Kriegstaktik eingesetzt, um den Gegner zu demoralisieren und die Bevölkerung einzuschüchtern.


Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention

Die Türkei hat am 01.07.2021 trotz scharfer internationaler Kritik den Austritt aus der Istanbul-Konvention vollzogen. Die ÖDP in NRW ist der Meinung, dass der Austritt eine gefährliche Botschaft an die Täter ist, denn sie können ungestraft missbrauchen, verstümmeln und töten.

Hintergrund ist neben der schleichenden Islamisierung, dass Erdogan mit dem Dekret zum Austritt konservativen und islamistischen Kreisen entgegenkommt. Denn diesen hatten den Schritt mit der Begründung gefordert, die Konvention schade der Einheit der Familie, fördere Scheidungen und Homosexualität.

Erdogan sagte zwar, dass die Türkei sich für das Ende der Gewalt gegen Frauen einsetzen werde. Es gehe darum, die „Ehre unserer Mütter und Töchter“ zu schützen bei der Vorstellung eines Aktionsplans zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Es dürfte solche Äußerungen aber die Kritik vieler Frauen bestärken, dass Erdogan sie auf die Rolle als Mütter reduziert.


Trans*-Frauen

An dieser Stelle möchte die ÖDP auf einen besonderen Missstand aufmerksam machen: Trans* Personen erleben in Deutschland tagtäglich Diskriminierung und Ausgrenzung. Dabei sind es vor allem Trans* Frauen, die Opfer von Hass und Gewalt werden.  Vom 1. Januar 2008 bis 30. September 2019 wurden weltweit insgesamt 3.314 Mordfälle an Trans* Personen registriert - in den meisten Fällen waren die Opfer Trans* Frauen. Die Dunkelziffer dürfte aber noch viel höher sein. Diskriminierungen und Angriffe vor allem auf Trans* Frauen sind aber auch in Deutschland gang und gäbe.

Als ÖDP möchten wir die Menschen ermutigen und auffordern gegen jede Form von Gewalt aufzustehen und mit der Teilnahme an den verschiedenen Demos ein Zeichen zu setzen!


Rita Magdalena Nowak,
Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in NRW

 

Bildquelle: Pixabay_Tumisu

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