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Pressemitteilung

Zur Rettung des Klimas hilft nur Handeln, nicht nur reden!

Tausende Forscher warnen vor Klimanotstand - Die ÖDP NRW sieht sich in ihrer Meinung zur Dringlichkeit des Klimaschutzes bestätigt

(Münster/Düsseldorf) – Tausende Forschende warnen eindringlich vor unermesslichem Leid, der durch den Klimawandel entstehen wird. Der Landesvorstand der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen sieht darin die absolute Dringlichkeit der Bekämpfung des Klimawandels bestätigt.  „Das Klima und die Naturgesetze verhandeln nicht, auch nicht mit unseren Politikern. Diese sind der Meinung, man könne dies aussitzen und wegdiskutieren.“ so der Landesvorstand der ÖDP NRW. Diese Politikerstrategie kann aber im Falle des Klimawandels nur in den Abgrund führen.

Die Forscher betonen in ihrem neuerlichen Aufruf, dass es seit der ersten Veröffentlichung des Appells zu einem „beispiellosen Anstieg klimabedingter Katastrophen“ gekommen ist. Seit über 40 Jahren warnen Forscher vor den Gefahren des Klimawandels. Ihnen wurde kein Gehör geschenkt.

Aktuelle alarmierende Signale, die die Forscher nennen:

  •  Neue Messungen zeigen, die drei wichtigen Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Lachgas sowohl 2020 als auch 2021 neue Jahresrekorde bei den atmosphärischen Konzentrationen erreicht haben. Im April 2021 wurde die höchste jemals aufgezeichnete monatliche globale Durchschnittskonzentration von CO2 mit 415 ppm (Parts per Million) gemessen.
  • Das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war das Jahr 2020 – die fünf wärmsten Jahre traten allein jüngster Vergangenheit seit 2015 auf.
  • Die sommerliche Meereisausdehnung in der Arktis war 2020 die zweitgeringste, seit diese aufgezeichnet wird.
  • Die Gletscherdicke war noch nie so gering wie derzeit. Die Ozeane speichern Wärme in bisher nicht gekanntem Ausmaß.
  • Der jährliche Verlust des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet steigerte sich in den letzten Jahren und erreichte mit 1,11 Millionen Hektar Waldzerstörung ein Zwölf-Jahres-Hoch.

Die Forscher kommen zum Ergebnis, dass die politisch Verantwortlichen den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt haben. Dieser Einschätzung stimmt der Landesvorstand der ÖDP NRW ausdrücklich zu.

 

Die ÖDP fordert in ihrem Bundestagswahlprogramm drastische Maßnahmen zum Klimaschutz:

 

Treibhausgas-Emissionen beenden und CO2 der Atmosphäre entziehen

 

  • Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels durch Klimaneutralität bis 2030 und anschließende Senkung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre unter 350 ppm, um die Gefahr einer Heißzeit abzuwenden.
  • Entzug von CO2 aus der Atmosphäre mit umweltverträglichen Methoden, vor allem durch gesunde Böden und Humusaufbau in Land- und Forstwirtschaft sowie Anreicherung von Ackerböden mit pflanzenkohlehaltigem Kompost (z. B. Terra Preta) aus nachhaltiger Produktion.
  • Beschleunigte energetische Gebäudesanierung durch natürliche Baustoffe.
  • 100 % erneuerbare Energien bis 2030
  • Beendigung des Braunkohleabbaus und Kohleausstieg deutlich vor 2030.
  • Vollständige Umstellung der Versorgung mit Strom, Wärme, Kälte und Antriebsenergie auf erneuerbare Quellen und eine Kopplung dieser Sektoren über elektrische Mobilität, Wärmepumpen, grünen Wasserstoff und Kraftstoffe aus nachhaltiger Produktion.
  • Beschleunigter Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen unter angemessener Beachtung des Anwohner-, Arten- und Naturschutzes. Abbau willkürlicher bürokratischer Hürden und Vereinfachung von Planungsverfahren. Abschaffung aller Abstandsregeln für Windräder über 600 m. Verpflichtender Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung auf öffentlichen Gebäuden, wenn keine gravierenden Gründe dagegensprechen. Neue Bebauungspläne für Industrie-, Gewerbe- und Wohnbauten benötigen ebenso eine Verpflichtung zur Nutzung der Dachflächen für Photovoltaikanlagen.
  • Im notwendigen Gebäudebau sind Dachflächen mit Kollektoren zu belegen oder zu begrünen.
  • Behebung des Fachkräftemangels im Bereich der erneuerbaren Energien durch eine Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive im Handwerk.
  • Reduktion des Pkw-Verkehrs um mindestens 50 % bis 2035.
  • Reduktion des Pkw-Bestands in Städten auf ein Drittel der heutigen Anzahl bis 2035.
  • Förderung des öffentlichen Nahverkehrs mit mindestens dem doppelten Budget (24 Mrd. Euro pro Jahr).
  • Erhöhung der Investitionen in ein flächendeckendes Schienennetz auf mindestens das Doppelte (12 Mrd. Euro pro Jahr). Elektrifizierung aller Bahnstrecken nach Schweizer Vorbild.
  • Einführung eines einheitlichen, europaweiten Ticket-Systems für Nah- und Fernverkehr.
  • Ausbau des internationalen Bahnverkehrs durch Förderung von Nachtzügen und eine schnelle Umsetzung international vereinbarter Bahnprojekte.
  • Massiver Ausbau der Rad- und Fußinfrastruktur.
  • Ermöglichung von City-Maut-Systemen.
  • Fördermittel für gebührenfreien Personennahverkehr.
  • Förderung von On-Demand-Angeboten und des Carsharings mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Mit intelligenten, Routen-optimierten Mobilitätsangeboten, die bequem über Telefon, Apps oder eine Webseite gebucht werden können, haben auch kleine Städte und der ländliche Raum die Möglichkeit, einen bedarfsgerechten ÖPNV anzubieten.
  • Reform der Tempolimits: 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und 30 km/h innerorts mit Ausnahme geeigneter Hauptstraßen.
  • Neubau-, Ausbau- und Planungs-Stopp für Autobahnen und Fernstraßen.
  • Umfassende Elektrifizierung des motorisierten Verkehrs.
  • Neuzulassungsstopp für Pkw mit Verbrennungsmotoren ab 2025.
  • Wasserstoff und regenerative Kraftstoffe prioritär für Bus-, Schwerlast-, Schiffs- und Flugverkehr. Verbot von Kurzstreckenflügen unter 700 km Luftlinie. Abschaffung aller Subventionen und Steuervorteile für den Flugverkehr.
  • Bessere räumliche Verbindung von Arbeit, Freizeit, Gewerbe und Wohnen durch eine Siedlungsplanung mit kurzen Wegen.

 

 

 

 

Link zum Aufruf der Forscher:

https://academic.oup.com/bioscience/advance-article/doi/10.1093/biosci/biab079/6325731

 

 

Bildquelle: Pixabay_22612

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