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Persönlicher Kommentar

Ein Schrecken ohne Ende

Die WestLB

Jürgen Herr, Beisitzer im Landesvorstand

Sollte jemand geglaubt haben die Finanzkrise sei überwunden, so wird er dieser Tage eines Besseren belehrt. Griechenland lässt grüßen. Aber auch der Fall der WestLB sollte uns die Augen öffnen.

Sie lagert jetzt unverkäufliche Papiere, für die es weder einen Markt noch einen Preis gibt, in einer Gesamthöhe von 85 Milliarden Euro in eine sogenannte „ Erste Abwicklungsanstalt „ ( Bad Bank ) aus. Man will damit entsprechende Wertberichtigungen in der Bilanz verhindern.

Können Sie als privater Bürger Ihre Schulden die Sie nicht mehr zurückzahlen können, auf einer staatlichen Müllkippe für wertlose Risikopapiere abladen? Wahrscheinlich nicht.

Das Land NRW und die Nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände als Eigentümer, also der Steuerzahler, haften mit bis zu 14 Milliarden Euro für die spekulativen Investments der WestLB.

Wozu braucht Nordrhein-Westfalen überhaupt eine Landesbank? Zum spekulieren oder zum Finanzieren von Ölplattformen und Ölpipelines in Brasilien, wie in der Vergangenheit geschehen?

Der WestLB fehlt seit Jahren ein überzeugendes Geschäftsmodell, welches ein Engagement der öffentlichen Hand rechtfertigen würde. Statt dessen braucht Sie regelmäßig Geld des Steuerzahlers für Ihr Überleben.

Die Grundversorgung der Bürger mit Finanzdienstleistungen leisten bereits Sparkassen sowie Volks-und Raiffeisenbanken, als Regionalbanken mit einem flächendeckenden Filialnetz in NRW.

Wenn die WestLB die Verluste aus den Spekulationen nicht mehr tragen kann, muß Sie abgewickelt und liquidiert werden.

Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.


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